Düsseldorfer Tabelle 2013

Hier können Sie die Düsseldorfer Tabelle 2013 finden und sehen welche Veränderung es im Vergleich zu den letzten Jahren gegeben hat. Diese Tabelle ist auch weiterhin gültig, mindestenes bis zum 31.12.2014.

Die Düsseldorfer Tabelle stellt den Unterhaltsbedarf für Kinder fest, deren Eltern in Trennung leben. Allerdings dient Sie nur als Richtlinie.

Sie ist ein vom Düsseldorfer Oberlandesgericht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Familiengerichtstag erarbeitetes Zahlenwerk. Der Elternteil, in dessen Haushalt das Kind/die Kinder nicht lebt/leben, kann sich an der Düsseldorfer Tabelle orientieren, wie viel Kindesunterhalt er zahlen muss. Die Verpflichtung ergibt sich aus § 1612 a des Bürgerlichen Gesetzbuches. In der Tabelle ist der jeweilige Mindestunterhalt festgelegt. Der Bedarf entspricht nicht unbedingt dem Zahlbetrag des Unterhaltspflichtigen, sodass es in der Praxis zu Abweichungen kommen kann.

Zum 01.01.2013 gab es eine Neufassung der Düsseldorfer Tabelle. Die Unterhaltsbeträge wurden jedoch im Vergleich zu den Vorjahren unverändert gelassen. Lediglich der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen wurde erhöht, sodass Erwerbstätige ab dem 01.01.2013 einen Selbstbehalt von 1.000 Euro anstatt wie in den Vorjahren 950 Euro haben und der Selbstbehalt von nicht Erwerbstätigen von 770 auf 800 Euro heraufgesetzt wurde.

Düsseldorfer Tabelle 2013


Nettoeinkommen des
Unterhaltspflichtigen in €
Altersstufen in Jahren (§ 1612 a I BGB)
Beträge in €
ProzentBedarfs-
kontroll-
betrag in €
0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.500317364426488100800/1000
2.1.501-1.9003333834485131051100
3.1.901-2.3003494014695371101200
4.2.301-2.7003654194905621151300
5.2.701-3.1003814375125861201400
6.3.101-3.5004064665466251281500
7.3.501-3.9004324965806641361600
8.3.901-4.3004575256147031441700
9.4.301-4.7004825546487421521800
10.4.701-5.1005085836827811601900

Wie werden die Beträge ermittelt?

Der Betrag wird anhand der Altersstufe und des Nettoeinkommens des Unterhaltspflichtigen ermittelt. Es gibt in der Tabelle vier Alters- und zehn Einkommensstufen. Ab einem Nettoeinkommen von 5.101 Euro wird nach den Umständen des Falles entschieden, wie viel Kindesunterhalt gezahlt werden muss.
Je höher das Einkommen liegt, desto größer ist auch der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen. Die Höhe der Zahlung ergibt sich nach Abzug der Hälfte des monatlichen Kindergeldes, da dieses in der Regel derjenige erhält, der keinen Unterhalt zahlen muss.

Düsseldorfer Tabelle 2013

Fazit

Die Düsseldorfer Tabelle von 2013 hat sich somit nur geringfügig im Vergleich zu den letzten Jahren geändert. Im allgemeinen dient die Tabelle als Orientierung für diejenigen, die Kindesunterhalt zahlen müssen. Dabei wird nicht zwischen ehelichen und nicht ehelichen Kindern unterschieden. In der Praxis können sich auch andere Beträge als die aus der Tabelle ergeben. Bei den Werten in der Tabelle handelt es sich lediglich um Mindestunterhalt. Erhöhter Bedarf aufgrund einer speziellen Ausbildung beispielsweise wird nicht berücksichtigt und kann im Einzelfall festgelegt werden.

Bildquelle:
Bild unten: © panthermedia.net / Katy Spichal

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