Düsseldorfer Tabelle 2010

Bei der Düsseldorfer Tabelle 2010 hat sich zum Vorjahr, die Beträge für alle Altersstufen deutlich erhöht. Gab es im Vorjahr nur geringfügige Erhöhungen so sind es jetzt pro Einkommensstufe bis zu 60-90 Euro mehr.

Je nachdem welche Alters- und Einkommensstufe es ist. Allerdings hat sich seit 2010 bis 2014 nichts mehr an den Beträgen getan, diese sind seitdem gleich. Es hat sich dann nur noch der Bedarfskontrollbetrag verändert. Hier gelangen Sie zu der aktuellen Düsseldorfer Tabelle.

Düsseldorfer Tabelle 2010

Nettoeinkommen des
Unterhaltspflichtigen in €
Altersstufen in Jahren (§ 1612 a I BGB)
Beträge in €
ProzentBedarfs-
kontroll-
betrag in €
0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.500317364426488100770/900
2.1.501-1.9003333834485131051000
3.1.901-2.3003494014695371101100
4.2.301-2.7003654194905621151200
5.2.701-3.1003814375125861201300
6.3.101-3.5004064665466251281400
7.3.501-3.9004324965806641361500
8.3.901-4.3004575256147031441600
9.4.301-4.7004825546487421521700
10.4.701-5.1005085836827811601800

Düsseldorfer Tabelle 2010 – Welche Besonderheiten gibt es?

Tendenziell steigen die Selbstbehalte jedes Jahr aufgrund der inflationären Entwicklung leicht an. So liegt der Bedarfskontrollbetrag der Düsseldorfer Tabelle 2010 schon deutlich höher als einige Jahre zuvor.

Die Unterhaltshöhe, die der Unterhaltspflichtige zu entrichten hat, richtet sich grundsätzlich nach dessen Nettoeinkommen und dem Alter des Kindes, das den Unterhalt erhalten soll. Darüber hinaus kommt es bei der Höhe der Unterhaltsleistung auch auf die Anzahl der Kinder an.

Auch volljährige Kinder haben einen Unterhaltsanspruch, der bei etwa 650 Euro pro Monat liegt und damit von den Tabellenwerten abweicht.

Bei den Tabellenwerten handelt es sich jedoch um den Unterhaltsbetrag, nicht jedoch um die Summe, die der Unterhaltsschuldner tatsächlich zu zahlen hat. Denn von dem angegeben Betrag darf das Kindergeld zur Hälfte abgezogen werden. Die Höhe des Kindergeldes richtet sich nach der Anzahl der Kinder. Für das erste und zweite Kind erhalten Eltern 184 Euro pro Monat. Ab dem dritten Kind sind es 190 Euro. Danach steigt das Kindergeld auf 215 Euro an. Die Einstufung des Unterhaltsschuldners hängt immer von der Anzahl der Unterhaltsberechtigten ab. Im Regelfall geht man von 2 Personen aus, sodass die Düsseldorfer Tabelle für diesen Sachverhalt konzipiert wurde. Muss also nur die Unterhaltsverpflichtung für ein Kind erbracht werden, findet eine Hochstufung in die nächste Einkommensklasse statt. Die Höhe des Unterhalts kann auch mithilfe eines prozentualen Multiplikator errechnet werden. Die entsprechenden Äquivalenzziffern zur Berechnung finden sich ebenfalls in der Düsseldorfer Tabelle. Man geht dabei immer vom Basiswert in der ersten Zeile aus und multipliziert diesen Wert dann mit dem Multiplikator.

Düsseldorfer Tabelle 2010

 

Düsseldorfer Tabelle 2010 – Welche weiteren Regelungen gibt es?

Der Bedarfskontrollbetrag ist immer höher als der Selbsterhalt. Beide Werte liegen etwas bei 1000 Euro. Die beiden Begriffe sollen einen gerechten Ausgleich für die Unterhaltsberechtigten sicherstellen. Findet eine Unterschreitung des Bedarfskontrollbetrag statt, so wird der Unterhaltsschuldner in eine niedrigere Einkommensstufe herabgestuft. Ist der Unterhaltsschuldner nur in der Lage Unterhaltsleistungen für die Kinder zu erbringen, so haben diese einen Vorrang vor dem Ehegatten. Es tritt der sogenannte Mangelfall ein, der eine Unterschreitung des Selbstbehaltes verbietet. Der Unterhalt wird dann auf die Kinder aufgeteilt. Der Ehegatte erhält schließlich keinen Unterhalt. Beim absoluten Mangelfall ist der Unterhaltspflichtige überhaupt nicht in der Lage den Mindestunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle 2010 zu bezahlen. Außerdem wird beim Arbeitseinkommen immer eine 5-prozentige Pauschale für Arbeitswege und Arbeitskleidung angesetzt, was den Unterhaltsbetrag schmälert.

Bildquelle:
Bild unten: © panthermedia.net / Martin Fally

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