Düsseldorfer Tabelle 2009

Die Düsseldorfer Tabelle 2009, hat kleine Änderungen zu der aus 2008. So wurden die Beträge in der Altersstufe 0-5, 12-17 und bei den volljährigen leicht angehoben. Bei der Altersstufe 6-11 bleibt dagegen alles gleich.

Ansonsten hat sich nichts weiter verändert im Vergleich zu dem Vorjahr. Hier können Sie nun die Düsseldorfer Tabelle von 2009 sehen.

 

 

 

Düsseldorfer Tabelle 2009

Nettoeinkommen des
Unterhaltspflichtigen in €
Altersstufen in Jahren (§ 1612 a I BGB)
Beträge in €
ProzentBedarfs-
kontroll-
betrag in €
0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.500281322377432100770/900
2.1.501-1.9002963393964541051000
3.1.901-2.3003103554154761101100
4.2.301-2.7003243714344971151200
5.2.701-3.1003384874535191201300
6.3.101-3.5003604134835531281400
7.3.501-3.9003834385135881361500
8.3.901-4.3004054645436231441600
9.4.301-4.7004284905746571521700
10.4.701-5.1004505166046921601800

Über die Düsseldorfer Tabelle 2009

Sie dient als Richtlinie für die monatlichen Beträge die ein Unterhaltspflichtiger seinen Kindern und (ehemaligen) Ehegatten leisten sollte. Die Tabelle ist nach zehn Gehaltsstufen des Unterhaltspflichtigen sowie vier Altersstufen der Unterhaltsberechtigen gegliedert.

Bei einem Verdienst der über 5100 Euro liegt, wird individuell entschieden. Darüber hinaus enthält sie auch den Bedarfskontrollbedarf des Unterhaltspflichtigen. Grundlage der Berechnung ist der Nettoverdienst.

 

 

Eigenbedarf bei der Düsseldorfer Tabelle 2009

Ein Eigenbedarf gegenüber minderjährigen und unverheirateten Kindern bis zum maximal 21. vollendeten Lebensjahr beträgt bei Arbeitslosen 770 Euro bzw. 900 Euro bei Erwerbstätigen. In diesem Betrag bereits eingeschlossen ist eine Warmmiete von 360 Euro. Danach liegt der Eigenbedarf des Unterhaltspflichtigen bei mindestens 1.100 Euro, inklusive einer Warmmiete von 450 Euro. Gegenüber dem getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten beträgt der Selbstbehalt 1000 Euro.

Bedarfskontrollbetrag

Der Bedarfskontrollbetrag ist nicht mit dem Eigenbedarf identisch, sondern kann darüber liegen. Dieser wird in der Düsseldorfer Tabelle ab der zweiten Gehaltsstufe berücksichtigt. Er soll eine Ausgewogenheit zwischen dem Unterhaltspflichtigem und den Unterhaltsberechtigen schaffen. Mit jeder weiteren Einkommensstufe erhöht sich demnach auch der Selbstbehalt um jeweils 100 Euro. Reicht der zu verteilende Betrag nach Berücksichtigung des Bedarfskontrollbetrags nicht mehr für alle Unterhaltsberechtigten in voller Höhe aus, so ist die nächst niedrigere Gehaltsgruppe anzuwenden.

Düsseldofer Tabelle 2009

Anzurechnende Leistungen und Aufwendungen

Das Kindergeld kann dem Unterhaltspflichtigen auf den zu leistenden Betrag in halber Höhe angerechnet werden. Berufsbedingte Aufwendungen können mit 50 bis 150 Euro (5% des Nettoeinkommens) vom Verdienst abgezogen werden. Höhere Beträge sind vom Unterhaltspflichtigen nachzuweisen. Außerdem sind Schulden vom Verdienst abzuziehen.

Mangelfälle

Bei der Höhe der jeweiligen Zahlbeträge ist zu berücksichtigen wie viele Unterhaltsberechtigte vorhanden sind, demgemäß können dem bzw. den Unterhaltsberechtigten Ab- oder Zuschläge gewährt werden. In der Realität handelte es sich hierbei meist um eine Herabstufung des einzelnen Unterhaltsbetrags. Wenn das verfügbare Einkommen des Unterhaltspflichtigen nicht für alle Unterhaltsberechtigten ausreicht dann liegt ein sogenannter Mangelfall vor.

Kinder haben dann bei der Verteilung des zum Unterhalt verbleibenden Betrags Vorrang gegenüber Ehegatten sowie geschiedenen Ehepartnern. Erst wenn ihr Bedarf in voller Höhe gewährleistet ist, können weitere erwachsene Unterhaltsberechtigte ihren Anspruch geltend machen. Sollte der zu verteilende Betrag auch für die minderjährigen Unterhaltsberechtigten nicht in voller Höhe ausreichen, so erhält jedes Kind den ihm prozentual zustehenden Betrag (entsprechend des jeweiligen Alters des Kindes). Weitere Unterhaltsberechtigte können nach der Düsseldorfer Tabelle auch Verwandte, insbesondere Eltern sein.

Sonderregelungen Düsseldorfer Tabelle 2009

Für Studierende sowie Auszubildende gilt eine Sonderregelung. Erstere erhalten, sofern sie nicht bei einem Elternteil wohnen, 640 Euro Unterhalt (in diesem Betrag ist bereits eine Warmmiete von 270 Euro enthalten). Auszubildenden die bei der Mutter oder dem Vater wohnen gilt der Zahlbetrag der vierten Altersstufe, abzüglich 90 Euro wenn der Auszubildende einen eigenen Verdienst hat.

Fazit

Bei der Düsseldorfer Tabelle 2009 haben sich diesmal die Beträge in fast jeder Altersstufe erhöht, meist ändert sich nur der Bedarfskontrollbetrag. Diesmal hat die Änderung zum Vorteil der Kinder geändert. Hier sehen Sie die aktuelle Düsseldorfer Tabelle für 2014.

Bildquelle
Bild unten: © panthermedia.net / Marc Dietrich

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